FOOH Creator Spotlight: Ilya Sigachev

Ilya Sigachev baut FOOH nach einer Regel: Wenn der Shot ohne CGI nicht interessant wäre, ist er es nicht wert.


Der CGI-Künstler arbeitet seit etwa einem Jahrzehnt in 3D und hat sich von kommerzieller Fotografie und Konzeptvisualisierungen hin zu Motion und FOOH entwickelt. Seine Kundenprojekte umfassen Arbeiten für Caesars Palace (darunter eine Formel-1-Aktivierung) und ASUS ROG / ProArt, mit früheren Agenturprojekten für Marken wie Coca-Cola und UFC.

Inspiration sucht er bewusst breit (Film, Musik, Comics, Architektur, Bewegung, die Stadt), und wenn kommerzielle Projekte eintönig werden, ist der Wechsel von Aufgaben und Hobbys Teil des Prozesses – keine Ablenkung. Das Ziel ist es, den „Spaß" am Machen zu bewahren, denn dort kommen die authentischsten Ideen her.

Und er sieht klar, wohin die Technik 2026 führt: KI kann Konzepte und Asset-Erstellung beschleunigen, ersetzt aber nicht Geschmack, Regie oder die physische Logik, die FOOH glaubwürdig macht.

Für ihn ist der nächste Schritt für FOOH nicht mehr vom Gleichen – es geht darum, die visuelle Sprache weiterzuentwickeln.

Wie bist du in FOOH/CGI eingestiegen? Was war dein erstes FOOH-Projekt?

Ich bin in CGI eingestiegen, lange bevor FOOH überhaupt als Format anerkannt wurde. Ich begann mit kommerzieller Fotografie und Konzeptvisualisierungen für Spiele und Filme, wo CGI natürlich Teil meines Workflows wurde. Mit der Zeit wechselte ich zu Motion und erstellte vollständige CGI-Videos. Ich arbeite seit etwa 10 Jahren in 3D, und mein Übergang zu FOOH geschah schrittweise durch Experimente.

Was war dein bisher größtes oder bedeutendstes Projekt?

Eines meiner sichtbarsten FOOH-Videos wurde in Las Vegas zum 4. Juli gedreht – ein riesiger LKW, der überdimensionale Feuerwerkshülsen transportiert. Es erhielt fast 2 Millionen Aufrufe.

Im kommerziellen Bereich habe ich an Projekten für Caesars Palace (Formel-1-Aktivierung), ASUS ROG, ProArt und früher für Marken wie Coca-Cola und UFC durch Agenturarbeit gearbeitet. Es gibt viele herausragende Projekte – schwer, eines auszuwählen.

Wie finden dich die meisten neuen Kunden?

Hauptsächlich über Social Media und virale Reichweite. Agenturen kommen auch, wenn sie hochkonzeptionelle CGI- oder FOOH-Arbeit benötigen. Online-Sichtbarkeit schafft Vertrauen, und Empfehlungsketten erweitern sich von dort.

Welche Tools und Software verwendest du für CGI?

Mein Hauptwerkzeug ist Blender. Ich arbeite auch in Unreal Engine für Echtzeit-Umgebungen, DaVinci Resolve für Color und Finalisierung, und kann je nach Projekt After Effects, Substance Painter, Marvelous Designer und andere verwenden.

Wie bleibst du authentisch und nahbar, während sich digitale Plattformen weiterentwickeln?

Ich mache, was mir Spaß macht. Neugierig zu bleiben, zu experimentieren und neue Tools zu lernen hält die Arbeit lebendig. Kreativität und kommerzielle Aufgaben brauchen Balance – Leidenschaft macht Authentizität natürlich.

Hast du KI-Tools in deinen Workflow integriert?

Ja – ich nutze KI häufig, besonders für die Konzeptentwicklung. Sie ermöglicht es mir, Ideen schneller zu präsentieren, was in der kommerziellen Produktion entscheidend ist. Eine der praktischsten KI-Anwendungen im Moment ist die schnelle Modellgenerierung für komplexe Assets.

Glaubst du, dass KI in den nächsten 1–2 Jahren eine größere Rolle in CGI/FOOH spielen wird?

Die Branche entwickelt sich rasant. KI und CGI sind verschiedene Disziplinen, aber zusammen verstärken sie sich gegenseitig. Je leistungsfähiger KI-Tools werden, desto zugänglicher wird die visuelle Produktion – doch Kunstfertigkeit und Regie bleiben unverzichtbar.

Wie bleibst du zwischen kommerziellen Projekten inspiriert?

Inspiration kommt von überall – Film, Musik, Comics, Architektur, Bewegung und die Stadt. Ich wechsle auch Aufgaben und Hobbys, um meinen Kopf zu erfrischen. Den Prozess zu genießen ist das Wesentliche.

Was verstehen viele Menschen bei FOOH oft falsch?

Viele sehen FOOH nur als CGI über Filmmaterial. In Wirklichkeit erfordert es physische Logik, Maßstab, Beleuchtung, Kameraintegration und Realismus. Die Illusion funktioniert nur, wenn der Zuschauer glaubt, dass es sich wirklich im echten Leben abspielen könnte.

Wo siehst du die größte Herausforderung für kreative Studios heute?

Der Druck, hochwertige Arbeit schnell zu liefern, nimmt zu. Kunden wollen Originalität, Geschwindigkeit und Viralität – alles auf einmal. Kreativität mit Produktionslimitierungen in Einklang zu bringen ist eine große Herausforderung.

Haben sich die Kundenerwartungen im Jahr 2025 verändert?

Ja. KI hat Marken experimentierfreudiger gemacht, aber auch kostenorientierter. Manchmal versuchen Kunden zunächst KI-generierte Visuals, aber die Grenzen werden sichtbar – und wir müssen erklären, warum CGI und menschliche Regie weiterhin entscheidend sind.

Wenn du morgen mit einer beliebigen Marke oder IP zusammenarbeiten könntest, welche wäre es?

Air Jordan. Es steht ganz oben auf meiner persönlichen Liste – ich würde gerne einen mutigen, kinematografischen Werbefilm schaffen, der Bewegung, Kultur und Design widerspiegelt.

Wie siehst du die Entwicklung von FOOH im nächsten Jahr?

Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Das Format braucht Weiterentwicklung – neue Zweige, neue visuelle Sprache. Dieses Jahr geht es darum, die nächste Version von FOOH zu entdecken.

Welchen Rat würdest du Marken und Creators geben, die sich abheben wollen?

Viele wiederholen, was gerade trendet – und das funktioniert kommerziell. Aber Originalität ist das, was dich unterscheidet. Nicht einfach replizieren – erkunden, experimentieren und etwas Neues einbringen. Frisch

Share: Copy Link Email LinkedIn WhatsApp Telegram Twitter / X